
Am 20. Juli 2026 lud die Projektleiterin Irina Gärtner gemeinsam mit dem Chor „Wolgawelle“ zur Veranstaltung „Klang der Erinnerung – Die Geschichte des Chores ‚Wolgawelle‘“ in das Lukas
Familienzentrum Osnabrück ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die bewegende Geschichte des Chores, die von Anna Salow vorgestellt wurde. Die Gäste erhielten Einblicke in die Entwicklung des Chores sowie in die Lebenswege vieler Chormitglieder. Dabei wurde auch an die Anfänge des Chores erinnert, der 1992 von Frieda Dercho und Wladimir König gegründet wurde. Die Geschichte des Chores spiegelte zugleich viele
persönliche Erfahrungen von Migration, Neuanfang und Gemeinschaft wider und zeigte, welche Bedeutung Musik, Zusammenhalt und kulturelle Traditionen für die Mitglieder des Chores haben. Musikalisch wurde das Programm durch Heimatlieder des Chores „Wolgawelle“ gestaltet. Die Lieder weckten Erinnerungen und vermittelten ein Stück kulturelles Erbe, das über Generationen hinweg
bewahrt wurde. Ein besonderer Höhepunkt war die Ausstellung persönlicher Erinnerungsstücke und Gegenstände, die die Chormitglieder bei ihrer Einreise nach Deutschland mitgebracht hatten. Hinter jedem
Ausstellungsstück verbarg sich eine eigene Geschichte von Abschied, Neuanfang, Heimat und Hoffnung. Bei der Vorbereitung und Präsentation der Ausstellung wirkte auch der Vorstand der Ortsgruppe LmDR e. V. aktiv mit. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Fotoplakate der Chormitglieder sowie Plakate zur Geschichte der Russlanddeutschen. Besonderes Interesse zeigte Herr Gäde vom Gymnasium Bad Essen, der
Informationen und Videoaufnahmen für den schulischen Unterricht sammelte. Das große Interesse verdeutlichte, dass die Geschichte der Russlanddeutschen auch für junge Menschen und Bildungseinrichtungen weiterhin ein aktuelles und wichtiges Thema ist. Für zusätzliche Begeisterung sorgte die Tanzgruppe „Bergborn“ unter der Leitung von Valentina Janz, die zwei Heimattänze präsentierte. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Geschichte der
Tanzgruppe vorgestellt. Dabei wurde erwähnt, dass die Tanzgruppe bis November 2024 Teil des Chores „Wolgawelle“ war und heute unter eigenem Namen auftritt. Die Veranstaltung zeichnete sich durch eine herzliche Atmosphäre und intensive Gespräche aus. Sie zeigte eindrucksvoll, wie Musik, Erinnerungen und persönliche Geschichten Menschen miteinander
verbinden und kulturelles Erbe lebendig halten.

