
Am 17. September 2026 fand im Gemeinschaftszentrum an der Lerchenstraße in Osnabrück die Veranstaltung „Geschichten und Bilder bewahren Erinnerungen“ statt. In einer herzlichen und
vertrauensvollen Atmosphäre kamen Interessierte zusammen, um persönliche Erinnerungen und Lebensgeschichten auszutauschen und gemeinsam auf die Geschichte deutscher Familien aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion zurückzublicken. Fünf Zeitzeuginnen und Zeitzeugen teilten ihre Erfahrungen und Familiengeschichten mit den Gästen. Dr. Valentina Benke, Ludmila Wilhelm, Maria Groh, Viktor Gärtner und Anna Salow berichteten über ihre Lebenswege, familiären Erinnerungen und historischen Erfahrungen. Die Erzählungen spannten einen Bogen von der Ansiedlung deutscher Familien zur Zeit Katharinas der Großen über schwierige historische Zeiten bis hin zur Aussiedlung nach Deutschland. Darüber hinaus berichteten die Erzählerinnen und Erzähler über ihren Neuanfang in Deutschland, die Herausforderungen der Integration sowie über ihr Leben in der neuen Heimat. Die persönlichen Beiträge machten Geschichte lebendig und ermöglichten den Teilnehmenden einen eindrucksvollen Einblick in unterschiedliche Lebenswege und
Schicksale. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellung mit Fotografien des passionierten Fotografen und Filmemachers Friedrich Eckhardt sowie durch Fotoplakate und persönliche Erinnerungs-beiträge der Geschichtenerzählerinnen und Geschichtenerzähler. Die ausgestellten Bilder und Erinnerungen veranschaulichten historische Entwicklungen, persönliche Lebenswege und die Geschichte deutscher Familien aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Sie regten die Besucherinnen und Besucher zu Gesprächen, Fragen und zum Austausch eigener Erfahrungen an. Obwohl die Veranstaltung drei Stunden dauerte, verging die Zeit für viele Gäste wie im Flug. Die vielfältigen, bewegenden und interessanten Geschichten sorgten für große Aufmerksamkeit und führten zu einem intensiven Austausch zwischen den Teilnehmenden.
Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Osnabrück der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. organisiert. Besonders unterstützten Marina Sander und Ludwig
Schäfer die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Darüber hinaus sorgten sie gemeinsam mit weiteren Helferinnen und Helfern für das leibliche Wohl der Gäste und schufen damit einen
gemütlichen Rahmen für Begegnungen, Erinnerungen und persönliche Gespräche. Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher zeigte, wie wichtig die Bewahrung von Erinnerungen und Zeitzeugenberichten ist. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen,
eigene Erfahrungen einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die positiven Rückmeldungen machten deutlich, dass der Wunsch nach weiteren Veranstaltungen zu diesem Thema
groß ist. Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer Reihe von Begegnungen und Gesprächen zur Geschichte und den Lebenserfahrungen von Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, den Geschichten-erzählerinnen und Geschichtenerzählern, der Ortsgruppe Osnabrück der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., allen Helferinnen und Helfern sowie den Gästen, die mit ihren Erinnerungen, Fragen und Beiträgen zum Gelingen der
Veranstaltung beigetragen haben.
